Leise rieselt der Schnee, in der Pfanne brodelt der Tee (1 Holdrio)

Ein kulinarischer Jahresabschluss

Luzern, Do. 29. Dezember 2016, AI: In einem Lokal einer in Luzern ansässigen Profimusikgruppierung (Chäppeler: „https://www.chaeppeler.ch/“ check it out) trifft sich die Kulturgruppe Luzern zu einem leichten Gaumenschmaus. Während man sich die Tage zuvor noch durch 7-Gänger kämpfte, freuten wir uns an dem Abend auf ein bodenständiges, frisches, qualitativ hochwertiges Käsefondue. Wer jetzt denkt, die Kulturgruppe sei kulinarisch retardiert, der irrt gewaltig. Laut einer Studie vom Bundesamt für schweizerische Küchenkultur kennen 89,6% der Schweizer Fondueesser nur Brot als Käseabsorbierende Fondueaufgabelung. Auf den Tischen der Kulturgruppe fanden sich neben zwei selbstgebackenen Brotsorten auch Kartoffeln und Birnen. Schliesslich will man die Fonduediversität aufrecht halten. Und durch die knackigen Früchte konnte der eine oder andere besser auf seine Figur achten.

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Einer, der gerne auf die (weiblichen) Figur(en) acht gibt – H.L.

Das Küchenteam unter dem selbsternannten Chef Gerber F. traf sich schon früh am Nachmittag, um Käse zu raffeln und zusammen mit weiteren geheimen Zutaten wieder Luftdicht zu verpacken und in Kartonschachteln lichtgeschützt bis zum abendlichen Einsatz zu lagern. So konnte man sich später auf das Wesentliche konzentrieren und es bedurfte nur noch einem Aufwärmen, bevor sich die bestückten Gabeln in das Käse-Knoblauch Gewühl stürzten.

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Werden hier Intrigen für die anstehende GV geplant? Der konzentrierte Blick, die rebellische Kopfbedeckung und der alkoholfreie Biergenuss für den klaren Kopf könnten darauf schliessen.

Während die einen beim Apéro unaufhaltsam dem Chipsgenuss frönten und danach früh satt waren, kämpften sich andere tapfer bis zur letzten Gabel durch die laktosehaltige Käsemasse. Die Gläser klirrten und der Weisswein floss. So auch das Bier und später – dem Zweck der Verdauung und dem „nicht-krank-werden“ auch Tee und Kaffee mit Schuss. Wahrlich ein Genuss. (genialer Reim durch Webmaster BT approved)

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kulinarisch stark vertreten - Käseliebhaber in vollem Genuss (da fragt sich manch ein Kulturgruppenkenner, ob die bewusst gewählte Abkürzung KGL insgeheim eine Anspielung auf Käse und Genuss darstellen sollte).
Kulinarisch stark vertreten – Käseliebhaber in vollem Genuss (da fragt sich manch ein Kulturgruppenkenner, ob die bewusst gewählte Abkürzung KGL insgeheim eine Anspielung auf Käse und Genuss darstellen sollte).

Neben dem kulinarischen Genuss, und ein paar Jassrunden gab es auch ein Zeichen der tiefbrüderlichen Liebe unter den Kulturgruppenmitgliedern. Schon im Voraus wurde ein „Wichteln“ organisiert und jeder wusste, wem er was schenken muss darf. Böse Zungen behaupten, es wurden auch Präsente kurzfristig gekauft und nicht bei allen war ein persönlicher Bezug aufzufinden. Wiederum andere Dedikationen wurden erst im Nachhinein zu schätzen gelernt. Durch zuverlässige Quellen ist bekannt, dass N.I. die luftige Freiheit mittlerweile sehr zu schätzen weiss („Ich weiss gar nicht mehr, wie ich vorher durch den Tag schlendern konnte – alles war so statisch da unten“). Bedenkt man aber die musische Begabung von Kulturgruppenhühne M.B war das an ihn gerichtete Geschenk mehr als passend. Spätestens jetzt ging die Stimmung flöten: „Genau dieses eine Instrument fehlte mir noch in meiner Sammlung. Dass es sich gleich um eine so exklusive Flöte (östlichen Ursprungs) handelt, mit dem hätte ich nicht im feuchtesten musischsten Traum gerechnet“, sagte er und verzückte die Anwesenden weiter mit berührenden Tönen (den Prolog der ausführlichen Geschichte um die legendäre Blockflöte des Hao Tsing (nicht zu verwechseln mit Tsingtao) findet man im nächsten Beitrag, anm. d. Red.).

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Bombenstimmung während der Geschenkvergabe.

Doch wie kamen all die Gaben an die Leute? Die Kulturgruppe glaubt nicht an Märchen. Trotzdem stand plötzlich und unter lautem Getöse von Dr. „Santa“ Dre der ebengenannte Samichlaus bei uns im Gangster’s Paradise und the next Episode des Abends konnte beginnen.

Vielleicht war es gewissen Gästen (rückzuführen auf übermässigen Fonduegenuss) bis dato unbekannt, aber unter dem natürlich anmutenden Bart war kein geringerer als L.F versteckt. Der bis aufs Unkenntlichste verkleidete „Saminigginäggi“ spielte seine Rolle, welche er schon lange im Voraus einstudiert hatte, exzellent. Er vergass niemandem das Geschenk zu geben und auch jedes „Päckli“ fand den richtigen Adressaten. Ein herzliches Dankeschön für die gut einstudierte, nüchterne Nummer.

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L.F. – märchenhaft und authentisch verkleidet als Samichlaus versprüht er post-weihnachtlichen Charme.

So fand auch der Abend ein glanzvolles Ende und die Mitglieder konnten leichtfüssig und zu christlicher* Stunde den Nachhauseweg antreten. Durch das akribisch ausgewählte, passende Nachtessen konnten dann die folgenden Tage ohne weiteren Beschwerden in Bibliotheken, am Arbeitsplatz oder sonst wo genossen werden.

*frei wählbare Religion einsetzbar

 

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